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D-Link wegen Verletzung der GPL verurteilt

D-Link, seines Zeichens kein kleiner Hersteller von Netzwerkprodukten, wurde vor dem Frankfurter Landgericht nun zur Kostenübernahme verurteilt und muß darüber hinaus Auskunft geben wieviele Geräte betroffen sind. Die Richter bestätigten die grundsätzliche Gültigkeit der GPL. Mehr dazu auch bei Golem.de und Kristian Köhntopp.

Das eigentlich fluffige an der Sache ist das Verhalten von D-Links beziehungsweise die geradezu lächerlichen Begründungen, weswegen die Klage abzuweisen ist.

  • Die dargelegten Verstöße von D-Link gegen die GPL seien als Beweismittel unzulässig, da sie mittels unzulässigem Reeingineering gewonnen worden seien. Der Argumentation wollten die Richter nicht folgen, da es faktisch die einzige Möglichkeit gewesen wäre, die Verstöße zu belegen.
  • Die GPL sei unzulässig weil durch sie der Handel zwischen EU-Mitgliedsstaaten beeinträchtigt sei (vermutlich weil in der GPL vorgeschrieben wird, daß die unter der GPL stehende Software kostenfrei zu sein hat, allerdings kann ich hier nur mutmaßen).

Die Richter waren der Meinung, daß D-Link die GPL anerkennen müsse, wenn sie die Software verwenden. Warum macht D-Link so einen Aufstand um das Veröffentlichen der eigenen Änderungen? Wenn man GPL-Code verwendet, weiß man worauf man sich einlässt. Im Zweifelsfalle wird ja niemand gezwungen GPL-Code zu verwenden. Man kann und darf ja jederzeit auch eine komplette Eigenentwicklung machen.

Ich wünsche D-Link gute Besserung.

Features, die der Markt verlangt

HP bringt nun in den USA eine neuen Digicam-Serie auf den Markt, die fotografierte Personen schlanker macht. Aus der digitalen Bildbearbeitung kennt man das schon lange. Man staucht ein Bild in der Breite auf bis zu 95% runter und belässt dabei die Höhe wie sie ist. Damit wird die Person auf dem Bild etwas schlanker, was aber noch nicht als unecht empfunden wird.

Ich wette, die Serie wird ein Renner... :-)

Lustige Welt

Was es nicht alles gibt:

  • Die englische NGO Spamhaus.org wird von einem amerikanischen Bezirksgericht aufgrund der Klage einer amerikanischen "opt-in email marketing company" zur Zahlung von 11,7 Millionen Dollar verurteilt. Aus dem Bauch heraus frage ich mich, warum ein amerikanischer Bezirksrichter hier überhaupt zuständig sein sollte. Aber das fragt sich Spamhaus.org auch und erkennt das Urteil nicht an.
  • Siemens (in Person Heinrich von Pierer, Siemens Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender des Rates für Innovation und Wachstum der Bundesregierung) möchte die Vorstandsgehälter im Schnitt um 30% erhöhen. Und nach seinem Bekunden geht er hier sorgsam mit dem Shareholder Value um, denn er hat sich nicht nur die Bezüge anderer DAX-Unternehmen angeschaut, sondern auch Berater zu dem Thema befragt und kommt zum Schluß, daß man bei Siemens in der Vorstandsetage einfach zu wenig verdient. Ich frage mich allerdings, womit man dort diese Erhöhung überhaupt verdient hat. Problemfälle wie die Handysparte wurden von Kleinfeld zur Chefsache erklärt und verkauft. Welches Können steckt im Verkauf eines Unternehmensbestandteils, das man mit einer 30%igen Zulage belohnen muss? Andere Sanierungsfälle wie die SBS stehen noch aus. Während bei den Vorständen kräftig draufgepackt wird, verlangt man den SBS Angestellten einige Einsparungen ab. Was für einen Sinn macht das, von außen betrachtet? Als Shareholder würde ich da mal genauer nachfragen... Rolfs Milchmädchen hat übrigens mal schnell nachgerechnet.
  • PDF Dokumente können schadhaftes JavaScript enthalten. Obwohl das bereits seit Version 4 des Acrobat Readers implementiert ist, habe ich das nicht gewusst. Ich frage mich, ob die gängigen Virenscanner ein solch schadhaftes PDF erkennen würden. JavaScript lässt sich im Reader zwar abschalten, dann aber fragt der Reader bei jedem Start sicherheitshalber noch mal nach ob man es nicht doch nutzen möchte.
  • Die CDU Basis spricht sich gegen die Zwangssteuer für Firmen auf Computer aus, ich glaube man sagt auch GEZ-Gebühr dazu. Die eigentliche List dahinter ist der Ausbau der man-könnte-wenn-man-wollte Argumentation. Entscheidend ist ja nicht, ob man Radio oder Fernsehen nutzt, sondern nur, daß man es ohne größere Hindernisse und in kürzester Zeit tun könnte. Das gilt heute aber für quasi jeden. Fernseher und Radio sind schließlich nicht Pfändbar und für wenige Euros gebraucht zu kriegen. Also könnte nahezu jeder ohne große Probleme und in kürzester Zeit zum Raubseher oder Raubhörer werden. Aber ein Gegenpol formiert sich gerade in Gestalt der deutschen Piratenpartei nach Art der international bereits bestehenden Pendants.
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