Warum defekte Platten unter Linux nicht mit dd gesichert werden sollten

Was tun wenn die Festplatte lustige Geräusche macht oder bereits Daten verloren hat, weil die Harddisk defekte Sektoren hat? Das allseits beliebte dd zum Erstellen von Festplattenimages tut bei funktionierenden Festplatten seinen Dienst, bei Platten mit defekten Sektoren jedoch führt dd zu unbrauchbaren images. Aber warum und was passiert dabei genau? dd bs=4096 conv=noerror,sync if=/dev/hda of=/mnt/server/imagedatei.img dd liest blockweise (4096 Bytes) die Daten von der Festplatte /dev/hda, macht auch weiter wenn es auf Fehler trifft, füllt den Block mit Nullbytes auf 4096 bytes auf, falls er kürzer ist, und schreibt diese Dateien gleichzeitig in 4096 Byte Blöcken nach /mnt/server/imagedatei.img. Fatal ist, wenn Blöcke nicht lesbar sind. In dem Falle bricht dd zwar nicht ab, weil conv=noerror angegeben wurde, aber es liest keine Daten ein und schreibt auch keine Daten in das Image. ...

5. Januar 2008 · 2 min · 319 words · Marco Gabriel

Linux Backups mit dd und Fortschrittsanzeige

dd ist wohl das Standardwerkzeug zum Erstellen von Festplattenimages unter Linux. Bei großen Festplatten (und mittlerweile sind alle Festplatten groß) dauert das eine ganze Weile, in der man sich gelegentlich fragt, wie weit der Vorgang denn abgeschlossen ist. dd besitzt nämlich keinerlei Fortschrittsbalken. Mit einem kleinen Workaround lässt sich das aber herausfinden: Läuft dd bereits, kann man in einer weiteren Konsole mit folgendem Befehl den aktuellen Stand ausgeben: pkill -USR1 dd Besser allerdings wäre, gleich zu GNU ddrescue zu greifen, auch bei Festplatten, die noch völlig intakt sind. Das geht nicht nur schneller, sondern bringt auch gleich eine Fortschrittsanzeige mit.

19. Januar 2006 · 1 min · 100 words · Marco Gabriel