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Lustige Welt

Was es nicht alles gibt:

  • Die englische NGO Spamhaus.org wird von einem amerikanischen Bezirksgericht aufgrund der Klage einer amerikanischen "opt-in email marketing company" zur Zahlung von 11,7 Millionen Dollar verurteilt. Aus dem Bauch heraus frage ich mich, warum ein amerikanischer Bezirksrichter hier überhaupt zuständig sein sollte. Aber das fragt sich Spamhaus.org auch und erkennt das Urteil nicht an.
  • Siemens (in Person Heinrich von Pierer, Siemens Aufsichtsratsvorsitzender und Vorsitzender des Rates für Innovation und Wachstum der Bundesregierung) möchte die Vorstandsgehälter im Schnitt um 30% erhöhen. Und nach seinem Bekunden geht er hier sorgsam mit dem Shareholder Value um, denn er hat sich nicht nur die Bezüge anderer DAX-Unternehmen angeschaut, sondern auch Berater zu dem Thema befragt und kommt zum Schluß, daß man bei Siemens in der Vorstandsetage einfach zu wenig verdient. Ich frage mich allerdings, womit man dort diese Erhöhung überhaupt verdient hat. Problemfälle wie die Handysparte wurden von Kleinfeld zur Chefsache erklärt und verkauft. Welches Können steckt im Verkauf eines Unternehmensbestandteils, das man mit einer 30%igen Zulage belohnen muss? Andere Sanierungsfälle wie die SBS stehen noch aus. Während bei den Vorständen kräftig draufgepackt wird, verlangt man den SBS Angestellten einige Einsparungen ab. Was für einen Sinn macht das, von außen betrachtet? Als Shareholder würde ich da mal genauer nachfragen... Rolfs Milchmädchen hat übrigens mal schnell nachgerechnet.
  • PDF Dokumente können schadhaftes JavaScript enthalten. Obwohl das bereits seit Version 4 des Acrobat Readers implementiert ist, habe ich das nicht gewusst. Ich frage mich, ob die gängigen Virenscanner ein solch schadhaftes PDF erkennen würden. JavaScript lässt sich im Reader zwar abschalten, dann aber fragt der Reader bei jedem Start sicherheitshalber noch mal nach ob man es nicht doch nutzen möchte.
  • Die CDU Basis spricht sich gegen die Zwangssteuer für Firmen auf Computer aus, ich glaube man sagt auch GEZ-Gebühr dazu. Die eigentliche List dahinter ist der Ausbau der man-könnte-wenn-man-wollte Argumentation. Entscheidend ist ja nicht, ob man Radio oder Fernsehen nutzt, sondern nur, daß man es ohne größere Hindernisse und in kürzester Zeit tun könnte. Das gilt heute aber für quasi jeden. Fernseher und Radio sind schließlich nicht Pfändbar und für wenige Euros gebraucht zu kriegen. Also könnte nahezu jeder ohne große Probleme und in kürzester Zeit zum Raubseher oder Raubhörer werden. Aber ein Gegenpol formiert sich gerade in Gestalt der deutschen Piratenpartei nach Art der international bereits bestehenden Pendants.
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