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Virtuelle Screens unter Linux im Textmodus

Nicht jeder Linux-Server hat und braucht eine grafische Oberfläche. Denken wir nur an die ganzen entfernt stehenden Rootserver, die ja mittlerweile aufgrund des Preisverfalls praktisch für jeden erschwinglich sind. Eine grafische Oberfläche ist hier normalerweise nicht notwendig und auch nur in Ausnahmefällen installiert, die freien Ressourcen gibt man meist besser dem Server zum Erfüllen seiner eigentlichen Aufgaben.

Auch auf solchen Servern kommt es vor, daß man Programme startet, die voraussichtlich lange laufen werden, und auch dann weiter laufen wenn die ssh-Verbindung getrennt wird. Normalerweise werden die vom User gestarteten Prozesse vom System beendet, wenn die Verbindung getrennt wird (und sei es nur, weil das Timeout der Fritzbox mal wieder nach 10 Minuten die Verbindung automatisch trennt). Kommt man an den Platz zurück und loggt sich wieder ein, so darf man von vorne beginnen. Oft kann man nicht mal wirklich sagen ob der Prozess regulär beendet wurde weil er seine Arbeit beendet hat oder ob das System ihn beendete.

In solchen Fällen hilft screen, ein GNU Tool, mit dem man virtuelle Konsolen erschaffen und hinterlassen kann, die auch weiterlaufen wenn der User sich abmeldet. Nach einer neuen Anmeldung kann man sich den virtuellen Schirm wieder aufrufen und sehen wie weit der Prozess fortgeschritten ist oder sogar beendet wurde.

Screen installieren

Unter debian / ubuntu ist das wie üblich sehr leicht, unter anderen Linux Distributionen sollte es auch entsprechend verfügbar sein:

root@server:~# apt-get install screen

Screen wird damit automatisch heruntergeladen und installiert.

Virtuelle Konsole starten

Ruft man screen ohne weitere Parameter auf, so wird automatisch eine neue virtuelle Konsole geöffnet, die auf Eingaben wartet. Allerdings kann (und wird) man auch ein Programm angeben, das gleich in dieser virtuellen Konsole ausgeführt werden soll:

root@server:~# screen /pfad/zum/lang/laufenden/programm <weitere parameter>

Das Programm wird gestartet und läuft wie üblich. Ohne das zuvor gestartete Programm nun zu beenden kann man mit der Tastenkombination STRG+A und danach D die virtuelle Konsole verlassen. Das Programm läuft jetzt weiter und man könnte die Verbindung trennen.

Arbeiten mit virtuellen Konsolen

Mit screen -ls kann man sich eine Liste aller aktiven virtuellen Konsolen ausgeben lassen um davon eine auszuwählen und sich damit zu verbinden:

root@server:~# screen -ls
There are screens on:
14545.pts-1.server (Detached)
13052.pts-1.server (Detached)
2 Sockets in /var/run/screen/S-root.

root@server:~#

Möchte man nun eine Konsole wieder nach vorne holen, gibt man screen -dr <Bezeichnung> ein. Wenn nur eine virtuelle Konsole existiert, kann man <Bezeichnung> auch weg lassen, dann wird automatisch die einzig vorhandene virtuelle Konsole aktiviert.

Spamm0rz

Gestern Abend unterhielt ich mich mit jemandem über Spam und wirksame Gegenmaßnahmen. Dank guten Antispam-Maßnahmen habe ich das Problem bei mir selbst eingedämmt, obwohl die Spammer es wirklich tapfer versuchen. In meinen Spam-Ordnern werden jeweils die Mails der letzten zwei Wochen gehalten, nur für den Fall daß es doch mal eine Mail fälschlicherweise in den Spam-Ordner schafft.

Auf dem Bild sind übrigens "nur" drei meiner Mail-Accounts zu sehen und die bringen es schon zusammen auf etwa 5500 Spam-Mails. Kaum auszudenken, wenn ich diese E-Mails alle von Hand aus meinen Mail-Ordnern fischen müsste.

Django Buch

Django

Ein Buch über Django, das Python Web Framework, ist gerade am Entstehen. Die beiden Autoren Jacob Kaplan-Moss und Adrian Holovaty sind ja keine Unbekannten im Django-Umfeld. Das lässt über die Qualität des Buches eigentlich keinen Zweifel aufkommen. 

Die ersten Kapitel sind bereits online und weitere folgen nach einem Zeitplan, den man auf den Seiten bereits einsehen kann.

Software für USB-Sticks

USB-Sticks werden schneller, größer und billiger. Pro GB Kapazität muss man nur noch etwa 15 Euro ausgeben, Tendenz weiterhin fallend. 

Für USB-Speichersticks gibt es viele Verwendungsmöglichkeiten:

  • Mobiler Datenspeicher - die Kapazitäten reichen mittlerweile problemlos aus, um CD-Images oder kleinere Datensicherungen zu transportieren.
  • Sicherungsmedium für Backup - Jeden Tag auf einen anderen Stick sichern und diesen mitnehmen - dann ist man weitgehend vor Datenverlust geschützt. Eine Datensicherung in Firmen durch ein Bandlaufwerk kann damit nicht ersetzt werden, für den privaten Bereich oder kleine Firmen ist es jedoch eine überlegenswerte Alternative.
  • Tool-Stick - Oft benötigte Programme werden direkt vom Stick gestartet. So hinterlässt man keine Spuren auf dem Computer und bringt seine eigenen Einstellungen überall hin mit, zum Beispiel seinen E-Mail Client bereits mit allen verwendeten E-Mail Konten vorkonfiguriert.
  • Verschlüsseltes Laufwerk für persönliche Daten - Selbst bei einem Verlust des Sticks kann der Finder die darauf gespeicherten Daten nicht verwenden.

Demnächst kommt MiniMe, das erste Software Komplettpaket (vielleicht sollte man es Distribution nennen), für USB-Sticks, das einen neuen Stick innerhalb von Sekunden einrichtet und funktionsfähig macht. Zweck des Pakets ist es, eine Sammlung von Tools zu haben, die man im täglichen Geschäft braucht.

Mal sehen, welche Software vor der offiziellen Veröffentlichung noch den Weg in die Distribution findet.

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