Warum defekte Platten unter Linux nicht mit dd gesichert werden sollten

Thursday, June 5. 2008

Was tun wenn die Festplatte lustige Geräusche mach oder bereits Daten verloren hat, weil die Harddisk defekte Sektoren hat?

Das allseits beliebte dd zum Erstellen von Festplattenimages ist tut bei funktionierenden Festplatten seinen Dienst, bei Platten mit defekten Sektoren jedoch führt dd zu unbrauchbaren images. Aber warum und was passiert dabei genau?

dd bs=4096 conv=noerror,sync if=/dev/hda of=/mnt/server/imagedatei.img

dd liest blockweise (4096 Bytes) die Daten von der Festplatte /dev/hda, macht auch weiter wenn es auf Fehler trifft, füllt den Block mit Nullbytes auf 4096 bytes auf, falls er kürzer ist, und schreibt diese Dateien gleichzeitig in 4096 Byte Blöcken nach /mnt/server/imagedatei.img. Fatal ist, wenn Blöcke nicht lesbar sind. In dem Falle bricht dd zwar nicht ab, weil conv=noerror angegeben wurde, aber es liest keine Daten ein und schreibt auch keine Daten in das Image.

Die Fehlerhaften Blöcke fehlen im Zielimage also komplett, weshalb die danach folgenden Sektoren nach vorne verschoben sind und das Filesystem somit Schwierigkeiten haben dürfte, die Daten richtig wieder zu finden.

Defekte Platten mit dd sichern funktioniert nicht.

Stattdessen sollte man für Festplatten mit defekten Sektoren GNU ddrescue nehmen (nicht zu verwechseln mit ddrescue). Je nach verwendeter Distribution ist GNU ddrescue direkt mit apt-get oder yum zu installieren. Bei Debian z.B. mit apt-get install gddrescue, bei anderen Distributionen auch als dd_rescue bezeichnet.

Auch GNU ddrescue erstellt ein Image von der Festplatte, geht dabei jedoch einen anderen Weg:

  • Es liest zunächst alle problemlos lesbaren Daten, um so viel wie möglich zu retten bevor die Festplatte möglicherweise stirbt
  • Danach liest es mehrfach die defekten Sektoren und versucht auch dort die Daten zu retten, sofern möglich
  • Leere Bereiche der Festplatte werden übersprungen. Das sorgt dabei für eine deutlich schnellere Erstellung des Zielimages
  • Das Zielimage ist hinterher vollständig, keine Sektoren fehlen. Sofern ein Sektor unlesbar war, fehlen an dieser Stelle jedoch die Originaldaten

Datenrettung in letzter Sekunde eben, aber wenn, dann wenigstens richtig. Aufschlußreich ist übrigens auch ein Interview mit dem Entwickler.

Kurztipp: Linux Festplattenimage über SSH sichern

Tuesday, June 3. 2008

(Alles in einer Zeile:)

server# dd bs=65536 if=/dev/hda | ssh -o Compression=yes user@host "cat > image.img"

  1. liest aus der shell von "server"
  2. mit 64k Blöcken
  3. den Festplatteninhalt von /dev/hda aus
  4. meldet sich dann als user bei host an
  5. und schickt das image via ssh komprimiert über die Leitung
  6. und legt das Image im Homedir des Benutzers user als image.img ab.
Ja, ich steh auf ssh :-).

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"top" Ausgabe übersichtlicher machen

Thursday, April 10. 2008

Manchmal lohnt es sich, die Kommandozeilenparameter für Programme näher zu erforschen.

top -i zeigt nur noch die aktiven Prozesse an, was deutlich übersichtlicher ist. Probierbefehl :-).

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Gnome 2.22 Linux Desktop

Wednesday, March 19. 2008

Einen netten Artikel über die Neuerungen und Verbesserungen in Gnome 2.22 gibt es nun auf heise open.

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No route to host - aber nur für Postfix

Friday, February 8. 2008

Kürzlich überraschte mich mein interner Mailserver (Postfix) mit der Log-Meldung "No route to host". Alle E-Mails blieben in der Mailqueue und wurde nicht mehr zum Smarthost ausgeliefert, von wo aus sie dann an die Empfänger geleitet werden.

Die Lösung dafür lag darin, daß beim DSL-Zugangsprovider kürzlich alles auf Port 25 abgehende gesperrt wurde, damit die ganzen Spambots eben nicht mehr spammen. Somit war es nur für Verbindungen auf Port 25 unmöglich, irgendetwas da draussen noch zu erreichen.

Die Lösung dafür war einfach: Mein Postfix verschickt jetzt Mail auf Port 587 zum Smarthost. Dieser ist normalerweise nicht geblockt und alles funktioniert wieder.

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Launchy Alternative für Linux?

Saturday, February 2. 2008

Ich hatte das Thema kürzlich noch mit einem Bekannten: Gibt's eigentlich unter Linux eine Alternative zu Launchy, dem schönen Schnellstarter und Allroundtalent?

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Linux Mint - der erste Eindruck

Saturday, February 2. 2008

Ich bin vor einiger Zeit auf Linux Mint gestoßen, eine Linux Distribution, die direkt auf Ubuntu basiert, aber speziell auf Desktops ausgerichtet ist und bereits viele in Ubuntu noch nicht enthaltene Plugins oder Erweiterungen enthält. Slogan von Linux Mint ist "from freedom came elegance" und der beschreibt die Ausrichtung der Distribution auch schon ganz treffend.


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So mag ich das

Wednesday, January 30. 2008

Beim Update eines Servers heute morgen:

Fetched 41.4MB in 3s (11.2MB/s)

So kann ein Tag beginnen :-).

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Gesammelte LVM Howtos

Wednesday, January 2. 2008

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Linux Mint - das bessere Desktop-Ubuntu?

Wednesday, January 2. 2008

Ubuntu hat ja kräftig das Feld von hinten aufgerollt, was Linux-Distributionen angeht. Es verbindet die Stabilität von Debian mit einer an der Praxis ausgerichteten Einfachheit und einer starken Community, in die auch Newbies schnell eintauchen können.

Linux Mint nimmt sich nun Ubuntu als Basis und verfeinert es mit allerhand Schnickschnack, der auf dem Desktop ganz ist. Ein Auge drauf werfen sollte nicht schaden, wenn man auf der Suche nach einem Dekstop-Linux ist.

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